St. Franziskus

Geschrieben von Ludwig Petry am .

 

Die aktuellsten Informationen zur Pfarrei "Hildegundis von Meer", zu der die Kirchen und Gemeinden St. Stephanus  in Lank, St. Nikolaus in Osterath, St. Franziskus in Strümp, St. Pankratius in Ossum-Bösinghoven, St. Martin in Langst-Kierst und St. Cyriakus in Nierst gehören, finden Sie hier.

Die katholische Kirche St. Franziskus in Strümp gehört zu den jüngeren und von der Architektur her modernen Kirchen in Meerbusch. Die Vorgängerkirche St. Amandus und Vedastus war wegen der Bevölkerungsentwicklung zu klein geworden und wurde zusammen mit der alten Schule und der Lehrerwohnung 1960 abgerissen. Ein Denkmalschutzgesetz gab es damals noch nicht, so dass eine Alternative (Unterschutzstellung und Erweiterungsbau) nicht in Betracht gezogen wurde.

 

Der 1961 begonnene und am 12.05.1963 eingeweihte Kirchbau stammt von dem Architekten Norbert Schöningh und dem Dipl.Ing. Hugo Nagel. Der Kirchenraum wid zum Altar hin breiter. Die liturgische Reform der damaligen Zeit führte auch in der Architektur dazu, dass die Gemeinde näher an den Altar rückte.  Ein Gefälle des Kirchbodens von 30 cm zum Altar hin  sorgte außerdem dafür, dass die Gläubigen eine gute Sicht auf das Zentrum des liturgischen Geschehens hatten.St. Franziskus mit Vorplatz

"Dem breit angelegten Kirchenschiff mit seinem großen Dach ist der hohe, schlanke Turm als Gegengewicht zugeordnet" (Winkels, S. 57). Da die benachbarte Evangelische  Versöhnungskirche über keinen eigenen Kirchturm verfügt, können die Glocken von St. Franziskus auch zu bestimmten kirchlichen Anlässen der evangelischen Nachbargemeinde geläutet werden.

Die Geschichte der katholischen Gemeinde in Strümp ist geprägt von einem selbstbewussten Ringen um Eigenständigkeit. Mit dem Neubau schied die neue Pfarre aus dem Lanker Pfarrverband aus und wurde selbständig –  jedenfalls vorübergehend.  1970 erhielt Strümp auch einen eigenen Friedhof. Die Selbständigkeit des Pfarrverbandes endete jedoch, als zum 1. Januar 2010 die neue und größere Pfarrgemeinde Hildegundis von Meer mit der Pfarrkirche St. Stephanus in Lank-Latum gegründet wurde.

Der Platz vor der Kirche  wurde zusammen mit dem Neubau 1960 ebenfalls neu gestaltet. Der Vorplatz der Kirche wurde erhöht und mit einer Mauer umgeben. Dadurch wirken Kirche, Kirchturm und Vorplatz wie ein harmonisches Ensemble. Das Rektoratshaus, das Vereinshaus (während der Bauzeit: Notkirche) und die ehemalige Hauptschule (jetzt Musikschule) runden den Platz ab.

Die räumliche Nähe zur evangelischen Versöhnungskirche ermöglicht gemeinsame Aktivitäten im Geist  der Ökumene.

Link: zur Pfarrei "Hildegundis von Meer" mit ihren Kirchen und Gemeinden

Linkzur Vorgängerkapelle St. Amandus und St. Vedastus in der Denkmalgalerie 

Link: zur bebilderten Kurzfassung der Arbeit von Fritz Winkels über die Kapellengmeinde St. Amandus und Vedastus  (s. Literatur)

Literatur:

Radmacher, Franz-Josef: Kirchen in Meerbusch aus der Nachkriegszeit, in: Jahrbuch 2018 für den Rhein-Kreis Neuss, Neuss 2017, S. 194-213

Winkels, Fritz und Hedwig:  Geschichte der Kapellengemeinde St. Amandus und Vedastus und der Kirche St. Franziskus in Strümp, in: Dä Bott, Heimatblätter des Heimatkreises Lank, Jg. 2001, S. 167 ff. (s. Link