Marienkapelle

Geschrieben von Falk Neefken am .

Geschrieben von Falk Neefken
letzte Bearbeitung: 31.01.2018

 

Osterath_MarienkapelleDie Osterather Marienkapelle ist ein unscheinbarer Bau aus Feldbrandsteinen. Sie steht giebelständig unmittelbar an der Kapellenstraße.

 

Ostarath_Marienkapelle_Tür

 

 

Eine niedrige Tür an der Giebelseite führt ins Innere des nur 30 m² großen Kirchleins.

Osterath_Marienkapelle_ApsisDer Tür gegenüber ist als flache Vorwölbung ein Chor angesetzt.

 

 

 

 

 

Osterath_Marienkapelle_Fenster1Osterath_Marienkapelle_Fenster2Zwei Fenster mit gusseisernen Rahmen und jugendstilähnlicher floraler Ornamentik beleuchten den Raum.

Die Kapelle geht auf ein Heiligenhäuschen zurück, das 1847 abgebrochen wurde. Der im selben Jahr erfolgte Bau der Kapelle erfolgte auf Privatinitiative der Bewohner des Ortsteils „Heide" und wurde aus Spenden finanziert. Gewidmet ist sie der „Hl. Mutter Gottes". Ob sie geweiht wurde, ist nicht bekannt.

 

1941 bat die damals kleine evangelische Gemeinde die katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus als Eigentümerin darum, die Kapelle für ihre Gottesdienste nutzen zu dürfen, was ihr auch bis zum Bau der ersten Evangelischen Kirche in Osterath 1949 gewährt wurde.

1951 wurde die Kapelle unter Denkmalschutz gestellt, 1971 wurde sie restauriert. Der Osterather Bildhauer Wilhelm Hable (siehe auch den Nikolausbrunnen vor und die Sebastianus-Statue in St. Nikolaus)  schuf eine Madonna mit Kind nach gotischem Vorbild, Toni Wilden aus Osterath  eine neue Eingangstür.

 

Die Kapelle ist zwar im Eigentum der kath. Pfarrgemeinde, die sie auch z. B. für Marienmessen im Mai nutzt, wird jedoch von der Nachbarschaft Kapellenstraße / Hoterheide in Eigeninitiative gepflegt. Diese sorgte durch Spenden 1973 für eine neue Glocke und errichtete, teilweise in Eigenleistung, für einen kleinen separaten Glockenturm.

Denkmalgalerie

Literatur:
Norbert Schöndeling, Die Marienkapelle in Meerbusch-Osterath, Meerbuscher Geschichtshefte Nr. 6, 1989