Autobahnkapelle Geismühle

Geschrieben von Ludwig Petry


Ökumenische Autobahnkapelle Geismühle (Stand 01.12.2017)


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Autobahnschild und Kapelleneingang:  Autobahnkapelle Geismühle A 57

 

Autobahnkirchen und  Autobahnkapellen = „Rastplätze für die Seele“

- allgemein und bundesweit - 


Die älteste Autobahnkirche in Deutschland stammt aus dem Jahre 1958 und steht an der A 8, Ausfahrt Adelsried, wird von dem Augsburger Dominikanerkonvent betreut und ist der Maria geweiht: „Maria, Schutz der Reisenden“. Inzwischen gibt es entlang der deutschen Autobahnen über 40 Autobahnkirchen bzw. Autobahnkapellen. Zu den jüngeren Autobahnkapellen  zählt die 1981 eingeweihte ökumenische Autobahnkapelle Geismühle an der A 57 neben der gleichnamigen Gaststätte und benachbarten Mühle zwischen der Abfahrt Krefeld-Oppum und dem Autobahnkreuz Meerbusch.

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Neuapostolische Kirche

Geschrieben von Redaktion

Geschrieben von Falk Neefken
letzte Bearbeitung: 21.01.2015

 

Bösinghoven Neuapostolische KircheDie Anfänge der Neuapostolischen Gemeinde liegen in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts und sind in der Einheiratung eines Mitglieds dieser Glaubensgemeinschaft in eine Bösinghovener Familie begründet. Die Gemeinde ist Teil des Kirchenbezirks Krefeld www.nak-krefeld.de der Neuapostolischen Kirche Deutschlands.

Ökumenische Kontakte vor Ort gibt es nicht; in einigen Städten finden aber Gespräche über eine Gastmitgliedschaft der NAK in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland statt.Die zunächst sehr kleine Gemeinde (1943 sechs Mitglieder) wuchs nach dem Krieg durch Zuzug an. Gottesdienste und Versammlungen fanden anfangs in Krefeld oder in Privaträumen statt, 1973 wurde die Kirche an der Bösinghovener Straße gebaut und bereits 1993 durch Gemeinderäume erweitert.

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Kapelle St. Pankratius

Geschrieben von Ludwig Petry

Kapelle St. Pankratius in Ossum

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"Die Kirche mitten im Dorf", das ist seit Generationen Ziel der Ossumer, die katholischerseits zur Lanker Pfarre gehören, aber Wert auf ihr eigenes Gotteshaus legten und bis heute legen, wovon nicht nur die zum großen Teil in ehrenamtlicher Arbeit durchgeführte Innensanierung des Kirchleins in den Jahren 2005/2006 zeugt.

Die Kapelle ist Station des Jakobswegs von Nijmwegen nach Köln.

Von weitem schon grüßt den auf der Straße von Latum nach Bösinghoven Eilenden der Dachreiter mit dem kleinen Türmchen und der Glocke von 1649. Kompakt wirkt die von hingeduckten Höfen umringte Kapelle, deren vorderer, größerer Teil erst 1911 angebaut wurde, eine Erweiterung des für die wachsende Gemeinde zu klein gewordenen heutigen Mittelteils, der ursprünglichen Kapelle.

Diese, aus ein Meter dicken Tuffsteinmauern mit vier romanischen Fenstern und einem umlaufenden Rundbogenfries bestehend, entstand vermutlich im 12. Jahrhundert. Funde am Fundament deuten aber daraufhin, dass die Kapelle, oder ein Vorgängerbau, bereits um das Jahr 1.000 errichtet wurde. Gebaut wurde St. Pankratius wahrscheinlich als Eigenkirche durch die Besitzer des direkt angrenzenden Herbertzhofes. Eigenkirchen entstanden hauptsächlich im 9. und 10. Jahrhundert. Der Grundherr war für den Unterhalt zuständig und hatte das Recht, Priester einzusetzen, aber auch die Pflicht, sie zu besolden. Letztere wiederum waren gehalten, für das Seelenheil des Stifters und seiner Familie regelmäßig zu beten.

Eine erste, allerdings bescheidene Erweiterung hatte bereits 1868 durch den Bau eines neuen Chores stattgefunden, 1941 wurde noch eine Sakristei angebaut.

1945 wurden aus der ehemaligen Kapelle von Schloss Pesch Kreuzwegstationen auf Kupferblech nach St. Pankratius verbracht. 1947/48 wurden die sieben farbenprächtigen Fenster eingebaut, die der Kapelle eine angenehme Atmosphäre verleihen (www.glasmalerei-ev.net ). Die dunklen Bänke mit geschnitzten Seitenteilen sind die ältesten Teile der Inneneinrichtung.

Der Kapellenvorplatz wurde 2010/11 neugestaltet, die Finanzierung erfolgte durch den  Förderverein St.-Pankratius-Kapelle-Ossum und die Pfarrgemeinde (s. Berichte in der Lokalpresse: Westdeutsche Zeitung vom 1.9.2011 und Rheinische Post vom 2.9.2011). Der Platz ist jetzt großzügig mit Basaltsplit belegt und lädt mit seinen zwei Reihen Ahornbäumen zum Verweilen ein.  Rechts steht die Kopie eines römischen Matronensteins. Das nach einem Entwurf des Düsseldorfer Bildhauers H. Pauly errichtete Mahnmal erinnert an die Gefallenen beider Weltkriege; eineTafel mit den Namen der Toten befindet sich in der Kapelle.

Der Kapellenvorplatz nach der Umgestaltung

 

Link:  zur Kath. Pfarrei Hildegundis von Meer

Link:  zur Denkmalgalerie

Literatur:

Emsbach, Karl: Die Pankratiuskapelle in Ossum, in: Menschen Leben Geschichte - 250 Jahre St. Pankratius Schützenbruderschaft,  hrsg. von Peter Dohms im Auftrag des Heimatkreises Lank e.V., Meerbusch 2007, S. 70ff

St. Pankratius

Geschrieben von Redaktion

Gingen die Bösinhovener früher zur Messe in die Kapelle St. Pankratius in Ossum oder gar nach Lank, so wuchs nach dem Krieg das Verlangen nach einer eigenen Kirche mit Versammlungsräumen. Denn Bösinghoven entwickelte sich zu einem beliebten Zuzugsgebiet für Menschen, die preiswert bauen wollten und / oder in Krefeld Arbeit fanden. Zudem verbaute die Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre erstellte Autobahn A 57 den Blick zwischen Ossum und Bösinghoven, was die Entwicklung eigener Identitäten förderte. Im Ortsteil entstand die Idee eines neuen Pfarrzentrums mit Sakralraum, Pfarrwohnung und -büro sowie Begegnungsräumen für Gruppen vielfältiger Art. 1965 wurden ein Kirchbauverein gegründet, 1969 ein Grundstück erworben, 1974 der Grundstein gelegt und 1976 endlich das Pfarrzentrum mit Kirche eingeweiht.

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