St. Mauritius

Geschrieben von Ludwig Petry am .

Kunst in der Kirche

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Die 1979/80 durch den Büdericher Architekten Rudolf Dahm innen neu gestaltete neugotische Kirche verfügt über ein Geläut mit vier Glocken in den Tönen cis, e, fis und gis, über Fenster der Künstler Erwin Hintrich (im Chor und in den Seitenschiffen) und  Pitt van Treek (in der Taufkapelle und auf der Orgelempore) sowie über mehrere Kunstwerke mit Bezügen zum Kirchenpatron und zum ehemaligen Kloster Meer.

Die Orgel wurde von der Fa. Seifert in Kevelaer gebaut und aufgestellt. Die Vorgängerorgel der Fa. Fabritius aus Kaiserswerth stammte aus dem Jahr 1900, also aus der Anfangszeit der Kirche. Diese hatte die 1899 verschrottete alte Orgel aus dem Kloster Meer ersetzt.

Die Büdericher Goldschmiedin Sonja Mataré, Tochter von Ewald Mataré, hat 1974 für Reliquien der Seligen Hildegundis einen Schrein gearbeitet, der unter dem Altar steht (Foto einfügen). Eine weitere Reliquie der Hildegundis sowie die Kopie einer Liedberger Hildegundis-Figur aus dem 14. Jh. befinden sich in der gleichnamigen Kapelle der Kirche. 

Zu den Figuren aus Stein gehört der "Schmerzensmann" aus dem 14. Jh. (s. Fotos) und zu den Figuren aus Holz die "Selige Hildegundis" des Südtiroler Holzschnitzer Josef Rifesser, von dem auch die Heiligenfiguren Maria, Mauritius und Johannes sowie die Kreuzwegstationen stammen.

 

schmerzensmann    

 

Außerhalb des Kirchengebäudes an der Ziegelwand der Kaplanei hängt die Kalksteinfigur "Hl. Josef mit dem Jesusknaben" des Mataré-Schülers Karl Matthäus Winter.   An der Mauer vor dem Pastorat ist eine "Probearbeit" von Wilhelm Hanebal für Gestaltung seines späteren Kreuzweges um den Dyckhof herum zu sehen: "Christus vor Pilatus".  Beide Arbeiten stellen eine Verbindung zur  "Kunst im öffentlichen Raum" her ( s. Klütsch, S. 21 und 22).

 

 

Literatur:

Höffmann, Gerd:  Kunstschätze in St. Mauritius?, in: 100 Jahre Pfarrkirche St. Mauritius (1993), S. 40-47.

Klütsch, MargotMeerbuscher Kunstwege, Kunstwerke und Denkmäler im Bild der Stadt, Düsseldorf 2010, S. 21 ff.